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Die "allererste" Dr. Hell-Ausstellung

Die "allererste" Dr. Hell Zeitzeugen-Ausstellung fand anlässlich des 100. Geburtstages Dr.-Ing. Hells am 19. Dezember 2001 in den Firmenräumen der Heidelberger Druckmaschinen AG in Kiel statt. Vier Funkamateure unter der Leitung von Lothar Deckert, starteten die Amateurfunk-Aktivitätstage zur Feier des 100. Geburtstages und zur Erinnerung an die bahnbrechenden Erfindungen, die teilweise schon 70 Jahre zurück lagen.

Ein Schulungsraum verwandelte sich in ein Amateurfunk-Studio. Auf einer Raumseite wurden funktionsfähige Originale aus der Hell Entwicklung aufgebaut, Morseschreiber Baujahr 1950/ 55, wobei das 1955er Modell von der RegTP (Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation - heute Bundesnetzagentur) entliehen wurde – dieses diente im Jahr 2001 zur speziellen Seefunk Prüfung. Weitere Geräte, späterer Entwicklungen schlossen an, beispielsweise ein Telebildsender für Farbauszüge. Weiterhin wurden Original Fotos von Dr.-Ing. Rudolf Hell im Labor, Fotokopien einiger Artikel über die Selbstherstellung eines Funkbild Empfangsgerätes für den Funk-Bastler 1926,  und ein von Dr.-Ing. Hell mit verfasstes Buch „Erde und Antenne“ ausgelegt. Einige weitere Exponate zeigten Senderöhren mit dem Herstellungsjahr 1930, ein funktionsfähiger Detektor u.a. m. Somit stellt sich die Verbindung zum Amateurfunk her.

Auf der anderen Raumseite waren Unterlagen über die verschiedenen Frequenzbereiche und erlaubten Betriebsarten ausgehängt und zeigten den gewaltigen Frequenzbereich von 1,8 MHz bis 24 GHz der von Amateuren genutzt wird. Einige Wände waren mit Landkarten versehen und auf einigen Tischen lagen Bestätigungskarten (QSLs ) wie sie für jede erste Verbindung mit einem anderen Funkamateur weltweit verschickt werden. Der Amateurfunk wurde mit 3 aktiven Kurzwellenstationen vorgeführt, ein PC mit entsprechender Software brachte die modernen Varianten des Hobbys.
 

Der Funkbetrieb startete am Mittwoch dem 19.12.2001 – dem 100. Geburtstag des Firmengründers und Erfinders Dr.-Ing. Hell. Für 3 Wochen war den Funkern, unter der Leitung von Lothar Deckert, vom Deutschen Amateur Radio Club e.V.(DARC) ein Sonder DOK (Kenner) 100HELL verliehen worden. Jetzt ging der CQ CQ CQ Ruf von DL0HDK in alle Welt. Dieses Rufzeichen gehörte zur Amateurfunk Gruppe am Heidelberger Druckmaschinen Standort Kiel, daher die Abkürzung. Schon nach wenigen Minuten waren die ersten Verbindungen geknüpft, hauptsächlich in Deutschland, aber als besonderer Leckerbissen gelang nach ca. 3 Stunden der Funkkontakt mit Walter VK6xxx in Perth (Australien). Bei den Funkkontakten konnten viele Funkamateure mit dem Namen Hell einige Erinnerungen verbinden. Einige hatten selbst mit HELL Geräten gearbeitet, andere kannten Dr. Hell auch persönlich. Am 21.12.2001 wurde die Anlage wieder abgebaut. Etwa 200 Kontakte in verschiedenste Betriebsarten weltweit konnten getätigt werden.

  
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