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RIP (Raster Image Processor)
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Ein Raster Image Processor ist eine spezielle Hardware oder eine Kombination aus Hardware und Software, die spezifische Daten einer höheren Seitenbeschreibungssprache, beispielsweise PostScript, PDF (auch VPS, AFP) oder PCL in eine Rastergrafik umrechnet, in der Regel um diese anschließend auf einem Drucker auszugeben.

Ein Raster Image Processor implementiert im wesentlichen zwei Funktionen:

1. Umrechnung von Vektorgrafiken in Rastergrafiken bestimmter Auflösungen
2. Neuberechnung von Rastergrafiken zur Umwandlung in andere Auflösungen bzw. Größen

Explizit gebräuchlich ist der Begriff Raster Image Processor nur in der Druckvorstufe bzw. in der Reproduktionstechnik und meint dort eine spezielle Komponente im Druckprozess, die neben den oben genannten Funktionen weitere Aufgaben übernimmt:
  • Farbmanagement
  • OPI-Bildersetzung
  • Separation
  • Trapping

Der RIP ist neben der Druckmaschine selbst die wichtigste und zugleich fehleranfälligste Komponente im Druckprozess. Kommerzielle RIPs unterscheiden sich bezüglich der implementierten Funktionen, ihrer Kompatibilität mit bestimmten Postscript-Versionen und ihrer PDF-Unterstützung erheblich. Der Trend geht allerdings dahin, dass viele Aufgaben der Druckvorstufe zunehmend von der RIP-Komponente übernommen werden. (Text aus Wikipedia)


RIP 60 (vorne)



RIP 60 (hinten)

Der Raster Image Prozessor (kurz RIP) ist ein Begriff aus der digitalen Druckvorstufe. Moderne Layout- und Vorstufenprogramme schreiben ihre Ausgabedaten in einen PostScript-File oder senden die PostScript-Daten direkt an das Ausgabegerät. Die Ausgabegeräte müssen nun aus der vektorbasierten Seitenbeschreibung eine Rastergrafik für die Belichtung generieren. Diese Aufgabe übernimmt der RIP, der die PostScript-Daten interpretiert, die einzelnen Objekte berechnet und eine belichtungsfähige Gesamtdatei erzeugt.

Man nutzte damals Hardware-RIPs, d.h. die Rechenprozesse wurden von einer speziell dafür konstruierten Hardware übernommen. Hardware-RIPs hatten in den Anfängen des Desktop-Publishing deutliche Geschwindigkeitsvorteile, waren aber teuer und konnten oft nicht oder nur aufwendig auf neuere PostScript™-Versionen aufgerüstet werden. Die Schlüsselfunktion bei der Übernahme von z. B. Textdaten in ein Satzsystem nahm deren Umwandlung in Scanlinien ein. Ein Gerät, das diese Datenformat Umrechnung auf rein elektronischem Weg erledigte, nannte man im Englischen einen >Raster Image Prozessor< oder abgekürzt RIP. Diese Bezeichnung war für den deutschen Sprachraum leider etwas unglücklich. Mit dem englischen Wort >Raster< war nicht die Rasterung eines Bildes, sondern die Umsetzung in eine Scanlinienstruktur gemeint. RIP wäre etwa mit Scanbildgenerator zu übersetzen gewesen. In der HELL RIP Hardware, die sehr einem PC-Aufbau entsprach, lief auf einer Festplatte ein UNIX ähnlichem Betriebssystem, dort wurden die Rasterpunkte und Rasterweiten für die verschiedenen Farbauszüge, der verschiedenen Belichtertypen und Rasterweiten, berechnet. Dabei wurden zusätzliche Befehle für den Servicefall, aus den bekannten UNIX Befehlssatz genommen. Die theoretisch ermittelten, idealen Werte für die Winkelung waren beim einfache Aufbau mit geringer Zahl von X und Y Werten nur unzureichend erreichbar. Somit mussten für die erreichbaren Werte, je nach Raster, Linienzahl und Gerätetyp, Listen für die optimalen Einstellungen dem Kunden an die Hand gegeben werden. Die gerasterten Daten wurden als serielle Signale zum entsprechenden Linotype Belichter geschickt. Die Methoden der Rasterung auf HELL Geräten und die Art von Linotype waren sehr unterschiedlich. Bei HELL wurde der Rasterpunkt teilweise mit sechs Fasern aufgebaut und konnte so in der Form stärker variiert werden.

  RIP 50 (Vorder- und Rückseite)